
Gerd Fischer ist Autor, Lektor und Verleger. 2010 hat er seinen mainbook Verlag gegründet, um seine eigenen Krimis um Kommissar Rauscher zu veröffentlichen. Zunächst hat Fischer sich auf Spannungsliteratur aus der Region konzentriert, der Verlag ist schnell gewachsen, e-books, Sachbücher, Fantasy Romane,. Fantastische Romane, Unterhaltung, Satire, Biografie, Sprachführer, über 40 Autoren sind inzwischen erfolgreich unter Vertrag. Fischer ist nicht nur ein sehr umtriebiger Verleger, er schreibt auch ununterbrochen selbst, grade ist „Der Verleger“ erschienen, nach 12 Rauscher Frankfurt Krimis sein erster Roman. Und nicht ganz zufällig spielt die Geschichte in einem Frankfurter Verlag, ein Stoff und eine Umgebung, die Fischer sehr gut kennt. Natürlich ist er mit einem inzwischen etwas größeren Stand und allerhand Stöffche zum schauen, lesen und ja, kosten (Apfelwein gehört dazu), auch auf der Frankfurter Buchmesse (Halle 3.0 B50). Wir kennen uns seit dem ersten Krimi, und ich wollte zum Einstieg wissen, wie wichtig die Präsenz auf der Buchmesse ist, die ja auch eine Kleinigkeit kostet, für einen kleinen Verlag wie Mainbook.
Der eigentliche Grund für mich da hinzugehen ist, weil das für mich das Heimspiel ist. In Bockenheim ist die Messe, Bockenheim ist die Heimat des Verlags. Und deswegen ist es eine Art Pflicht, da mich da viele kennen, weil mich da viele am Stand besuchen. Ich bin jetzt zum 11. Mal in Folge tatsächlich mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Für einen Verlag in der Größe, auf dem Level, ist es schon schwierig, es ist immerhin die Weltbuchmesse, immer noch die wichtigste und größte Buchmesse der Welt und teuer ist, aber für mich rechnet sich’s. Ich verkaufe auf der Buchmesse Bücher und auch bekomme Bestellungen von Buchhändlern, die am Stand vorbeikommen, so wird die Standgebühr quasi immer wieder rein gehoben. Und die Sichtbarkeit ist wichtig, die Sichtbarkeit des Autors und des Verlegers, was du ja in einer Person bist.
Also ist der Stand eher so was wie eine Werbe Plattform?
Genau, es geht ja gar nicht unbedingt um mich als Person, ich biete quasi den Stand als Plattform für meine Autorinnen und Autoren. Die Autorinnen und Autoren machen Veranstaltungen, das kann eine kleine Buchpräsentation sein, das kann eine Signier Stunde am Stand sein, das ist recht üblich auf der Buchmesse. Und wir haben die Möglichkeit, im Veranstaltungskalender der Buchmesse diese Veranstaltungen einzutragen und die meisten Besucher nutzen den wahnsinnig intensiv. Die kommen an und haben schon eine Art Stundenplan dabei und gehen dann wirklich von Stand zu Stand, von Veranstaltung zu Veranstaltung, von Bühne zu Bühne, hören sich alles an, kommen ins Gespräch, tauschen sich mit den Autoren aus und natürlich auch mit mir als Verleger.
Was machst du denn dann, wenn der am Nebenstand lauter ist als du?
Die Lautstärke ist auf jeden Fall ein Problem. Deswegen machen wir zum Beispiel keine Lesungen am Stand. Weil bei einer Lesung kommt es natürlich wirklich darauf an, dass man das Gelesene auch gut versteht und seine Ruhe hat und zuhören kann. Klar, jeder ringt um Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit und alle sagen, das ist ja eben der Charakter einer Messe.
Ändert sich denn in diesem Jahr auch dieses Umfeld für dich, weil die kleinen Verlage jetzt neu verteilt werden?
Das kann ich noch nicht genau sagen, weil das Hallenkonzept, das Standkonzept tatsächlich neu ist. Alle Verlage, Belletristik und Sachbuchverlage sind in der Ebene Null. Früher waren wir auch in der Ebene Eins. Das heißt, die Besucher mussten ständig mit Rolltreppen hoch und runter fahren und runter und hoch und das wollte die Messe vermeiden. Deswegen finde ich das neue Hallenkonzept auch wirklich gut, und dadurch ist natürlich die Umgebung neu, wir haben neue Nachbarn, neue Verlage, nicht nur kleine, also auch große, in Halle 3.0, wo wir sind, stehen kleine Verlage um uns herum, aber in der Halle gibt es genauso gut riesengroße Verlage. Das Konzept hat mit der Größe des Verlags eigentlich gar nichts zu tun, die wollten uns nur auf eine Ebene bringen, um den Besuchern die Wege kürzer zu machen und vor allem dieses ständig hoch und runter fahren zu vermeiden.
Kannst Du als Ein-Mann-Verlag gut überleben?
Das ist ja ein wirklich guter Gedanke. Kann man als Ein-Mann-Verlag Verleger gut überleben? In der Branche gibt es auf jeden Fall mehr Ein- oder Zwei-Mann-Betriebe, als man sich gemeinhin vorstellen würde. Aber selbst große Verlage haben keine tausend Mitarbeiter. Es wird oft mit freien Mitarbeitern gearbeitet. Und wenn ich über mainbook sage, ist es ein Ein-Mann-Verlag oder ein Ein-Mann-Betrieb, dann ist das zwar wahr, aber es ist auch unwahr, weil ich natürlich nicht alles allein machen kann. Ich habe viele Grafiker, die sind Freiberufler, ich habe Lektoren, Lektorinnen, ich habe ganz viele Leute, die für mich arbeiten, die aber nicht bei mir angestellt sind, die aber zum Beispiel auch noch für andere Verlage arbeiten. Und ganz ehrlich, sonst könnte ich das natürlich überhaupt nicht stemmen.
Du bist ja auch bekannt als Autor einer Frankfurter Krimireihe, es sind die Frankfurt Krimis um Kommissar Rauscher. Du kennst dich mit Zwischentönen in bestimmten gesellschaftlichen Schichten gut aus.Jetzt hast du einen ersten Roman geschrieben.Und da schreibt der Verleger Gerd Fischer, über „den Verleger,der eine Zeile liest und einem Coup wittert.“ Ist es das, was diesen Beruf ausmacht, eine Zeile zu lesen, einen Coup zu wittern und dann reich zu werden?
Interessanterweise ist es so, dass die meisten Leute davon ausgehen, dass Verleger ein ganzes Manuskript lesen. Wir kriegen ja ständig Exposés und Manuskripte geschickt, um sie zu beurteilen und dann zu entscheiden, können wir daraus ein Buch machen oder eben nicht. Aber ich kann am Anfang keine ganzen Manuskripte lesen. Das mache ich dann, wenn ich mich schon für das Manuskript entschieden hat. Das heißt, dieser Titel, der Verleger, der eine Zeile liest und einen Coup wittert, da steckt schon so eine verborgene Wahrheit drin. Ok, es ist vielleicht nicht eine Zeile, aber vielleicht drei Absätze oder zwei Seiten. Und man kann dann schon im Prinzip beurteilen, ist die Geschichte gut erzählt, trägt die Geschichte, wie ist der Stil, wie ist der Spannungsbogen aufgebaut. Also alles Kriterien, womit wir beurteilen können, könnte dieses Buch in unser Programm passen, passt es nicht rein, könnte es ein Erfolg werden und so weiter.
Wie ist es denn dazu gekommen, dass der Verleger jetzt den Verleger zum Thema nimmt?
Interessanterweise ist es ja so, dass die meisten Autorinnen und Autoren Bücher mit Hauptfiguren schreiben, deren berufliches Umfeld sie gar nicht so gut oder überhaupt nicht kennen. Der Autor ist ja Autor und eben nicht Zimmermann oder Astrophysiker oder vielleicht Werbetexter.
Was du mal warst.
Was ich mal war, ja das stimmt. Aber ich habe mir halt gedacht, warum schreibst du nicht mal einen Roman mit der Hauptfigur Verleger in einem Umfeld, einem Milieu, das ich eben seit 16 Jahren kenne, weil ich seit 16 Jahren den Verlag betreibe. Ich kenne den Buchhandel, ich kenne das Verlagswesen, ich kenne den Umgang mit Autorinnen und Autoren, ich kenne den Umgang mit Druckereien, mit allem, was für die Herstellung eines Buches benötigt wird. Ich weiß die Abläufe, kenne die Probleme, kenne die schönen Seiten der ganzen Sache. Warum sollte man das nicht mal nutzen, um damit eine spannende Geschichte zu erzählen? Das war letztendlich die Ausgangsidee.
Nun hat dieser Roman ja sehr viel Zwischengeschichten zwischen den Zeilen und ist ja fast ein Krimi.Ist das Verleger-Business ein Krimi-Business und zum Teil auch vielleicht ein leicht kriminelles Businessoder zumindest eins, in dem man sich auf eine ganz bestimmte Art und Weise einfach behaupten mussund dafür wissen muss, wissen wie es geht?
Im Endeffekt ist es wie beim Krimi selbst, die Polizeiarbeit in einem Kriminalroman wird ja immer viel spannender beschriebene als sie tatsächlich ist. Wir alle wissen, dass Kommissare und Polizeibeamte den halben Tag am Schreibtisch verbringen. Aber das steht natürlich im Krimi nicht drin. Und genau so habe ich jetzt hier bei dem Verleger-Roman gearbeitet. Der Verleger hat natürlich auch ganz viele ruhige, einsame Stunden an seinem Schreibtisch, wo er Manuskripte liest oder wo er Verträge aufsetzt oder Autorengespräche führt. Diese Routinearbeit eben. Aber so erzähle ich diesen Roman nicht, dann wäre er nämlich nur halb so spannend.
Du schreibst hinten auf dem Cover: „Viele persönliche Erfahrungen und eine Portion Fiktion“. Was überwiegt denn?
Es überwiegt auf jeden Fall die Fiktion.
Soll ich das glauben?
Eigentlich ist die gesamte Geschichte, so wie ich sie da erzähle erfunden, also eine fiktive Geschichte.
Es geht ja im Prinzip darum, dass eben ein Verleger eines kleinen Verlags, der fast pleite ist,der erfährt, dass ein Frankfurter Promi seine Bibliografie schreiben lässt und die will er an einen Verlag verkaufen.Und da wittert der Verleger natürlich genau das Geschäft, das vielleicht sogar seinen Verlag retten kann.Dummerweise sind aber noch zwei andere Verlage an dem Manuskript interessiert. Und die haben auch sehr gute Kontakte…
Und dann fangen natürlich die Machenschaften an. Der Verlegter versucht halt mit allen Mitteln, ob legal oder illegal, an dieses Manuskript und an diesen Verlagsvertrag zu kommen. Und da wird mit harten Bandagen gekämpft und da steckt natürlich schon auch einiges an Wahrheit drin. Aber ich glaube, es ist geht im Buch etwas über die Realität hinaus.
Dem entnehme ich, dass du das auch schon in Ansätzen so erlebt hast? Und noch eine Frage, gibt es überhaupt einen Frankfurter Promi?
Die Figur, Heinzi heißt er im Buch, der setzt sich tatsächlich aus mehreren Figuren zusammen. Es gibt nicht den Promi in Frankfurt, den ich mir vorgestellt habe. Aber es war so eine Mischung aus Gunter Sachs und Klaus Wowereit, die hatte ich im Kopf. Hat mit Frankfurt nichts zu tun. Aber als Figur, hatte ich diese Promi Mischung immer im Kopf.
Hast du diese Geschichte dann immer in Anführungszeichen und Ansätzen über die reale Verlagsszene geschrieben? Oder über das, was du bisher erlebt hast?
Beides würde ich sagen. Der Hintergrund des Romans, das Setting, wie das angelegt ist, wie die Tagesabläufe sind, wie der Umgang mit den Autoren ist, mit den Autorinnen und so weiter, das entspricht alles meinen persönlichen Erfahrungen.
Aber auch die Art und Weise, wie Autoren sich vielleicht selber unter- oder überschätzen?
Da stecken natürlich viele Anekdoten von Autoren und Autorinnen drin, die ich selbst schon erlebt habe. Wie sie sich geben, wie sie reden, ob sie sich eher überschätzen oder unterschätzen. Es gibt nicht nur die Sorte, die denkt, sie sind die größten Autoren der Welt, sondern es gibt auch viele, wo es genau umgekehrt ist. Das sind die, die eigentlich eher zweifeln an dem, was sie schreiben, obwohl sie es super schreiben. Die wahnsinnig talentiert sind, die aber eher versuchen, ihr Talent unter den Teppich zu kehren. Die man eigentlich eher so hervorholen muss, wo man das Talent ein bisschen lüften muss, um sie wirklich bekannt machen zu können.
Ist das dann vielleicht auch das wirklich Spannende an diesem Beruf, mit ganz viel Liebe zum Buch und zum Business,eben das rauszulocken und den Aspiranten die Gelegenheit zu geben, das eben auch ausspucken zu können?
Ich würde sagen, das ist eine der Herausforderungen. Man muss die Autorinnen und Autoren lesen lernen, weil alle so komplett unterschiedlich sind. Die schreiben ja auch alle komplett unterschiedlich. Und das ist eigentlich die Kunst, jeden so behandeln zu können, dass der Verlag zufrieden ist, dass der Autor, die Autorin zufrieden ist, dass man im besten Falle über Jahre, teilweise Jahrzehnte zusammenarbeitet, hoffentlich erfolgreich natürlich. Alle wollen natürlich möglichst viele Bücher verkaufen, die Autoren wollen ihre Geschichten erzählen, wollen die Bücher in den Händen halten, wollen auf Buchmessen gehen, um darüber reden zu können, um sichtbar zu werden. Das macht die Buchbranche aus. Und was noch dazukommt, das kommt auch im Roman vor, ist eben, dass natürlich die Verlage oder die Verleger auf den Buchhandel angewiesen sind, weil nichts funktioniert ohne die Buchhandlung oder die Internetplattformen, wo man die Bücher verkaufen kann. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt in der ganzen Branche.
Ich will jetzt nicht zu viel verraten über das Buch und wie es ausgeht, (0:21) aber da sind gegen Ende ein paar sehr schöne Sätze drin, die die Liebe zum buch und zum Buch machen formulieren, sind das aus deine Gedanken?
In diesem Verleger als Figur steckt auch viel von mir drin, meine Gedanken, mein Zugang zu Büchern oder zur Buchbranche, vieles von dem, wie ich darüber denke, habe ich auch auch übernommen für ihn, für diese Figur im Buch. Bei mir ist ja die Besonderheit sozusagen, dass ich ja nicht von Anfang an Verleger werden wollte, sondern ich war ja eigentlich Autor. Ich hatte schon zwei, drei Krimis veröffentlicht und habe dann mich entschieden, einen kleinen Verlag zu gründen. Ich habe sozusagen den Zugang von zwei völlig verschiedenen Seiten, das Verleger-Sein hat mit dem Autoren-Dasein eigentlich gar nicht viel zu tun.
Noch mal zur die Liebe zum Buch und zum geschriebenen Wort?
Bei den Autoren würde ich das so sagen, dass die einfach Geschichten loswerden wollen, sie haben Spaß daran, andere Leute zu begeistern mit ihren Geschichten, sich auf eine Bühne zu setzen, Lesungen zu machen. Natürlich, die meisten Autorinnen und Autoren, selbst begeisterte Leser, die lesen wahnsinnig viel, schon immer, vielleicht seit Jugendzeiten, (2:01) die haben schon immer geschrieben und fühlen sich dann irgendwann berufen, selbst mal ein Buch zu schreiben. Das hat aber alles überhaupt gar nichts mit der Perspektive eines Verlegers zu tun. Ein Verleger muss eigentlich eher eine Art Zahlmensch sein, er kann oder darf natürlich Bücher lieben, aber Verlegen geht es halt darum, dass ein Buch, das erscheint, möglichst viel Geld einbringt. Wenn das beides nicht der Fall wäre, dann gäbe es halt den Verlag irgendwann nicht mehr. Oder jedenfalls wäre es absehbar, dass er irgendwann pleite ist. Ein Verlag kann noch so schöne Bücher machen, mit noch so tollen Geschichten, wenn die sich nicht verkaufen.
Wer wird den Verleger vom Verleger lesen sollen?
Das ist eine wirklich spannende Frage, finde ich. Das kann ich selbst noch gar nicht so genau einschätzen. Natürlich wird es jetzt so sein, dass einige meiner Stammleserschaft, die meine Krimis mit Kommissar Rauscher lesen, auch das neue Buch lesen. Die werden erst mal erstaunt sein, dass es kein klassischer Krimi ist. Es ist ja ein anderes Set, diese Buchwelt, die Buchbranche. Da werden die erst mal erstaunt sein. (3:44) Aber andererseits könnte ich mir auch vorstellen, (3:47) was ich bei meinen Lesungen sehr, sehr oft erfahre, dass es ganz viele Leute gibt, die sich sehr stark interessieren für die Buchbranche. Wie entsteht eigentlich ein Buch? Von A bis Z, also vom kleinen Manuskript, vom Exposé bis zum fertig gedruckten Buch. Über viele Stationen, dem Grafiker, der einen Umschlag dafür gestaltet, die Druckerei, die das Buch letztendlich druckt. Was passiert eigentlich im Verlag? Was passiert außerhalb? Und so weiter. Also das ist ja ein Prozess, der monatelang oder jahrelang andauern kann. Es gibt ein ganz starkes Interesse. Und so könnte ich mir vorstellen, dass dieses Thema der Buchwelt viele Leser finden wird.
Wird die Buchwelt überleben?
Also ich kann dazu sagen, dass die Buchwelt auf jeden Fall überleben wird. Aber sie wird sich auf jeden Fall durch KI dramatisch verändern. Sie hat sich öfter schon dramatisch gewandelt, das hat einfach zum Beispiel mit der ganzen Digitalisierung zu tun. Den Sprung zu digitalen Büchern und Hörbüchern hat sie bisher ja auch überleben und jetzt stehen wir quasi wieder vor einer neuen Wandlung, das Zeitalterwerk KI hat schon längst begonnen, wir sind mittendrin, wenn auch vielleicht noch am Anfang. Aber es betrifft im Endeffekt in der Buchwelt jeden Bereich. Übersetzer von ausländischen Texten ins Deutsche. Sprecherinnen und Sprecher, die Hörbücher aufnehmen, Lektorate, Graphik, nAutoren, die werden natürlich vermehrt KI einsetzen, sei es zum Schreiben, sei es zum Redigieren, sei es zum Lektorieren, wie auch immer. Das heißt also, es gibt keinen Bereich in der Verlagsarbeit, der nicht davon betroffen ist. Wir lassen mittlerweile Pressetexte von KI schreiben, Ankündigungen, Lesungsankündigungen, Lesungsplakate, Graphik von KI machen und so weiter, es gibt alles schon. Der Kunde Mauss halt wisse, wo KI eingesetzt wird. Es muss Regeln, eine Art Regulierung geben. Und die Leidenschaft für Bücher muss bleiben. Mir muss ein Buch Spaß machen. Beim Lesen, schreiben und machen. Dann wird es auch immer Bücher geben.
Gerd Fischer: Der Verleger, der eine Zeile liest und einen Coup wittert, mainbook Verlag 14,- Euro. Auf der Messe Halle 3.0 B50, der Verleger und Autor ist alle Tage an seinem Stand.
Daniella baumeister
